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Bewusstsein - Resonancing®

Die selbstmodellierte Sinnschöpfung gerät zu einem emotionalen Trauerspiel, wenn hinter der sorgsam gepflegten Persönlichkeitsfassade die Sehnsucht nach unbegrenzter Freiheit keinen Raum bekommt. Wer die Realität mit der Erscheinungswelt verwechselt, wird die Leichtigkeit des Seins nicht dauerhaft erleben können. Die Freiheit lässt sich nicht fangen wie wehende Blätter im Wind, die umtriebige Verführer umsatzträchtig durch den Wald der Wunschträume blasen.

Mit dem Hinweis auf Resonancing schlage ich vor, sich in die Stille des wahrnehmenden Seins zu entspannen. Scheinbar unterstützt uns eine entspannte, offene Atmosphäre, wenn wir uns dem Unbenennbaren öffnen wollen. Im entspannten körperlichen und geistigen Zustand entwickeln wir keinen Widerstand gegen das unmittelbare Aktualitätserleben. Es fällt uns leichter, sich mit der Ungewissheit des Entstehenden anfreunden. Dann erleben wir alle einschränkenden Wahrnehmungen als psychomentale Filterung des Absoluten.

Wer wach und bewusst  im  Hier-und-Jetzt leben will, möchte die Allgegenwärtigkeit dessen, was immer ist, ‚das Sein unmittelbar erfahren. Niemand kann dem, was sich gerade aktualisiert, etwas hinzufügen oder wegnehmen. Kein Ichkann  aus der Welt der Illusionen erwachen, weil wir bereits alles sind, was ist.

Der scheinbare Unterschied zwischen einem Erwachten und einem die Freiheit Suchenden besteht darin, dass der Sucher sich getrennt von den Umständen der Realität erlebt, der Erwachte dagegen seine mentale und körperliche Existenz und die äußeren Umstände als eine Realität akzeptiert. In seiner Wahrnehmung gibt es keinen Wahrnehmenden, der von dem verschieden ist, was wahrnimmt.

Wahrnehmung in Wachheit ist immer an Bewusstheit gekoppelt. Wir wissen nichts, wenn wir schlafen. Wer und wo sind wir im Traum? Wer und wo sind wir im Tiefschlaf? Ein Haustürklingeln, ein Telefonläuten oder ein piepsender Wecker können uns aus dem Schlaf aufwecken. Wer hat die Weckgeräusche gehört? Wir wissen im Schlaf nicht, dass wir existieren und doch ‚hören wir. Die Selbstorganisation funktioniert und kooperiert mit der Umwelt.

Aus einer radikal erfahrungsorientierten Perspektive kann die Existenz nur als individuell wahrgenommene Realität erlebt, denkend, fühlend wahrgenommen werden. In dem Augenblick des Aufwachens aus dem Schlaf beginnt ein Erleben der Realität und zugleich versuchen wir heraus zu finden, was dieses Wahrgenommene und Erlebte ist. Im unmittelbaren Gewahrsein manifestiert sich die Erfahrung des ‚ich bin, was gleichzusetzen ist mit dem unmittelbaren Existenzerleben. Das reine, unpersönliche Gewahrsein unterscheidet sich von den relativen Existenzerfahrungen, in denen Erscheinungen (Objekte, Umstände, Personen, Lebewesen etc.) als getrennt voneinander wahrgenommen werden. Im unmittelbaren Gewahrsein gibt es keinen Wissenden, der sich als Kommentator, Organisator oder Betrachter der Realität manifestiert. Es gibt keine zweite Dimension der Wahrnehmung, die sich ausserhalb des stillen Betrachtens definiert. Im unmittelbaren Gewahrsein vollzieht sich keine Bewegung. Das Gewahrsein ruht in sich. Zugleich mit dem Erkennen von Realität entsteht der Impuls, das Erfahrene zu erkunden. Wir fragen: Was ist das, was erlebt wird und: Wer erlebt die Erscheinungen, die kommen und gehen? Lässt sich das Wahrgenommene manipulieren, kann es verändert, benutzt, verbessert, vermehrt oder gemindert werden? Gibt es Erlebnisse, die mit Vorteilen verbunden sind und andere, die mit Nachteilen verbunden sind?

Mit diesen Fragen beginnt das wahrnehmende Sein sich als persönliches Ich in der relativen Welt zu formieren. Das persönliche Ich macht nicht nur einen Unterschied zwischen sich und den wahrgenommenen Objekten. Es erzeugt einen Dualismus (das sogenannte ‚Das, die Welt), der sich aus der Person und der wahrgenommenen Welt zusammensetzt. Aus biologischen Gründen des Überlebens, aus geschichtlichen und gesellschaftlichen Gründen kann das Bewusstsein nicht aus der Erscheinungswelt aussteigen. Es erscheint daher vollkommen natürlich und selbstverständlich, dass eine Trennung zwischen dem Erfahrenden und Wahrnehmenden und seiner Umwelt besteht. Die Person erlebt nicht die Einheit der Differenz, sondern nur seinen Anteil an dem, was sie selektiv als reale Situation wahrnimmt.

Der Satz ‚Ich bin Das weist darauf hin, dass immer alle drei Facetten des Einen anwesend sind. Im Tiefschlaf weiss die individuelle Existenzform nichts vom Sein. Wir können dazu keine Perspektive entwickeln. Wer sich im unmittelbaren Aktualitätserleben auf das Gewahrsein konzentriert, erlebt die Existenz als Stille. Probieren Sie es aus: Lauschen Sie und erkennen Sie, was sich im aktuellen Moment in der Wahrnehmung präsentiert. In der Erkundung des Erlebens bewegen wir uns in der Welt von Zeit und Raum, in dem, was erscheint und erlischt, was kommt und geht. Aus keiner dieser ‚sinnlichen Welten können wir entkommen. Vielleicht genügt es für ein Leben in Frieden und Freiheit, die Resonancen in den Facetten der Einheit wahrzunehmen.

Übersicht :

Wirklichkeitsverständnisse: Von der persönlichen zur unpersönlichen Wahr-Nehmung

  • Wer sich als Körper und Geist interpretiert, tritt mit der äußeren Welt in Kontakt. Das ist die Wirklichkeit erster Ordnung. Du erlebst eine reale Trennung zwischen deinem Erleben, deiner Erfahrung und deiner Umgebung. In der täglichen Konfrontation mit Verschiedenheit und Mannigfaltigkeit versuchst du, dein Erleben zu steuern. Du arrangierst dich und passt dich an innere und äußere Veränderungen an.
  • Du realisierst, dass die Bewusstheit in Dir ist und dass du die äußere Welt verinnerlichst. Das ist die Wirklichkeit zweiter Ordnung. Du richtest die Aufmerksamkeit nach innen. Du realisierst, dass du die äußere Welt in deinem Bewusstsein aufnimmst. Du erkennst, dass die äußere Welt in dir erscheint. Du erlebst, wie du die äußere Welt in deinem Gehirn nachstellst. Du verschlingst nicht mehr mit dem geistig-psychischen Feuer der Gier die Welt, sondern du konzentrierst dich auf das Licht / die Erscheinungen der Welt in dir. Du erkennst die Vielfalt und Verschiedenheit im Wachen und Träumen. Du lebst nach dem Prinzip des Ausgleichens. Weil du erkennst, wenn du gegen dein aktuelles Erleben angehst, kannst du dich oft für einen ausgeglichenen psychomentalen Zustand entscheiden. Du akzeptierst alles als unvergleichbar einzigartig an. Du erkennst, die Übereinstimmung deiner inneren Welt mit der äußeren Welt und wie du dagegen Widerstände entwickelst oder in Frieden damit bist.
  • Du bist die Bewusstseinsquelle des Seins. Das ist die Wirklichkeit dritter Ordnung. Alle Unterscheidungen werden im Bewusstsein der Licht-Schatten-Quelle betrachtet, in der die Welt erscheint. Du entscheidest dich, deine Aufmerksamkeit auf das unbegrenzte Bewusstsein auszurichten. Im Unbegrenzten erlebst und beobachtest du die Vielfalt und Verschiedenheit der äußeren und inneren Welt als aktuellen, kooperierenden Fluss von Erscheinungen, die in dir als der unveränderlichen, unberührten Licht-Schatten-Quelle fließen. Da du dich in allem erkennst, erkennst du dich auch in allen Facetten des Spiels der Veränderungen, Konflikte und Polaritäten. Du repräsentierst alle auftretenden Formen. Du schließt nichts und niemanden aus deiner Selbstwahrnehmung aus.
  • Freiheit. In der Wirklichkeit vierter Ordnung wird realisiert, dass im Schweigen die Stille in Allem eingewoben ist. Es gibt kein Zweites außer dir. Im Gegenwartsgewahrsein präsentiert sich die unbegrenzte Erfahrung des kosmischen Mysteriums. Alle Standpunkte sind möglich und zugleich unbedeutend.

© Dr. Gerhard Schäuble, Theragogik® International, Gaußstraße 180, 22765 Hamburg,  Telefon (0049) 040 399 06 707,